Inspire 925 Gründerin referiert am FutureWork Forum

By July 2, 2015Blog

Am 26. Juni organisierte Inspire 925 zusammen mit dem FutureWork Forum im Impact Hub Zürich eine Fachkonferenz zur Zukunft der Arbeitswelt.

Das FutureWork Forum ist ein internationaler Thinktank, der vor mehr als einem Jahrzehnt in London von Mike Johnson, Autor von The Future Workplace” gegründet wurde. Die Mitglieder des Thinktanks (darunter auch  Sunnie Groeneveld, Gründerin von Inspire 925) teilen die Ansicht, dass sich die Arbeitswelt in einer rasanten Geschwindigkeit entwickelt, getrieben durch massive Veränderungen in der Demografie,  der Technologie und der globalen Wirtschaft. Vierteljährlich treffen sich die Mitglieder in einer Weltstadt, um Zukunftstrends in der Arbeitswelt zu diskutieren. Am 26. Juni holte Inspire 925 das FutureWork Forum nach Zürich und organisierte eine halbtägige Fachkonferenz, an dem nebst Sunnie J. Groeneveld (Gründerin von Inspire925) auch Andrew Chadwick (Chadwick International) und Cliff Dennett (SoshiGames) referierten.

Nach einer kurzen Begrüssung startete Andrew Chadwick mit seinem Referat “Built Space in the Digital World”. Er zeigte eine Animation von einem Smart Office, dass sich an die Bedürfnisse der Mitarbeiter anpasst: Vormittags ist es ein Café, am Abend wird  derselbe Raum in eine Bar umgewandelt. Er plädierte für eine flexible Nutzung von Räumlichkeiten und präsentierte hierzu auch das Konzept von Square-Foot-Hours, eine neue “Währung”, wie man  die Nutzung von Büroräumlichkeiten abrechnen könnte. Die Hauptaussage: Workplace sharing ist kein kurzlebiger Trend, sondern eine zunehmende Entwicklung, welche die zukünftige Arbeitswelt stark formen wird.

Der zweite Redner, Cliff Dennett sprach über “The Impact of Serious Games on Employee Morale and Productivity” und zeigte mit realen Beispielen auf, wie Videospiele die Produktivität der Mitarbeiter erhöhen kann.

Eindrücklich war vor allem seine Anekdote zum online Game “Mole Bridge”. Das Spiel wurde für die finnische Nationalbibliothek kreiert, weil sie nach der Digitalisierung von allen ihren Büchern über 8 Millionen Worte hatten, die der automatische Scanner nicht identifizieren konnte. Statt Mitarbeiter einzustellen, die nur Wörter abschreiben, haben die Finnen auf Mole Bridge gesetzt, wo Spieler die angezeigten Worte korrekt eintippen müssen, um so eine Brücke für Maulwürfe zu bauen, welche über Schluchten klettern müssen. Wer das Wort falsch eingetippt, lässt den  Maulwurf in die Schlucht stürzen. Cliff’s Punkt: Wenn wir Gamification richtig einsetzen, können langweilige Arbeiten spannend gemacht werden. Dieses Potenzial sollte die Arbeitswelt von morgen besser zu nutzen wissen.

Nach einer 15-minütigen Pause folgte das Referat, von Sunnie Groeneveld mit dem Titel “Inspired at Work”, worin sie die zunehmend wichtige Rolle der Unternehmenskultur thematisierte. In einer Arbeitswelt, die ständig im Umbruch ist und Veränderung ein ständiger Begleiter jedes Arbeitnehmers und -gebers geworden ist, muss es Elemente der Beständigkeit geben, die einerseits Halt und Sicherheit bieten, andererseits die Belegschaft auch anspornen sich für Ihr Unternehmen zu engagieren. Im Anschluss stellte sie verschiedene Ansätze und Initiativen aus ihrem gleichnamigen Buch vor, welche die Unternehmenskultur nachhaltig verbessern können. Ihre Message: Die Arbeitswelt der Zukunft sollte mit weniger leeren Worthülsen, dafür mehr ehrlich gemeinten Taten auskommen.

Abgerundet wurde die Konferenz von einer angeregten Plenumsdiskussion   und einer Führung durch den Impact Hub Zürich.

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